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Auto-Immun-Krankheiten ZURÜCKAus anthroposophischer Perspektive ist es unsinnig, den "Auto-Immun-Krankheiten" eine Sonderstellung zuzuschreiben, denn im Grunde entstehen alle Krankheiten aus einer "Selbst-Kränkung". Dies ist nur die andere Seite der Medaille: Wer von "Selbst-Heilung" und "Selbstheilungskräften" spricht, der muss auch von "Selbst-Kränkung" und von "Selbstkränkungskräften" sprechen. Mit anderen Worten: Wer "A" sagt muss auch "B" sagen! Denn nur dadurch, dass der Organismus sich selbst kränken kann, kann er sich auch selbst heilen! Dennoch erkennt auch die Anthroposophische Medizin an, dass es eine Gruppe von Krankheiten gibt, die speziell aus einer Überaktivität des Immun-Systems hervorgeht, und dass es hier besonders schwierig ist, die Selbst-Heilung einzuleiten. Es liegt also eine Überaktivität des Immun-Systems allen Krankheiten zugrunde, die in der Schulmedizin als "Auto-Immun-Krankheiten" bezeichnet werden . In der Schulmedizin werden solche Krankheiten generell mit sogenannten Immun-Suppressiva, also mit Mitteln behandelt, die das Immunsystem dämpfen oder sogar völlig lahmlegen. Dies geschieht in erster Linie mit Cortison, aber auch mit noch stärkeren Immunsuppressiva, bis hin zu den Chemotherapeutika, die man auch in der Krebsbekämpfung einsetzt. Das ist zwar oft sehr effektiv, und in nicht wenigen Fällen lebensrettend. Aber leider ist es nicht nachhaltig, denn der Organismus bleibt dabei passiv. So wird der Patient zumeist lebenslang vom Arzt abhängig. Indem die anthroposophische Medizin die Gesundheit als eine Gleichgewichtslage zwischen den Selbstkränkungskräften versteht, hat sie die Möglichkeit, "Auto-Immun-Krankheiten" nachhaltig zu heilen, indem sie die jeweils entgegengesetzten Selbstkränkungskräfte aktiviert. Im Folgenden finden Sie eine Liste von Auto-Immun-Krankheiten, die mit anthroposophischen Methoden heilbar sind: Alopecia areata "Auto-Immun-Krankheiten" werden so benannt, weil angeblich der Körper "Sich Selbst" angreift. Dieser Begriff ist aus anthroposophischer Sicht "Unsinn". Damit soll nicht gesagt sein, dass er "falsch" ist, aber er ist eben "Unsinn", weil er keinen "Sinn" stiftet. Mit anderen Worten: Er ergibt, für sich genommen, keinen Therapie-Ansatz, sondern nur die Zielsetzung, das Immun-System lahm zu legen. Was also wäre statt dessen eine "sinnvolle" Therapie der sogenannten Auto-Immun-Krankheiten? Aus anthroposophischer Sicht sind bei den sogenannten Auto-Immun-Krankheiten die Kräfte des Organismus geschwächt, die den Substanzen, aus denen er besteht, ihre physische Eigenart nehmen und sie der Gestalt des Organismus einfügen, also die Stoffwechselkräfte. Denn im Stoffwechsel werden die Substanzen, die wir mit der Nahrung zuführen, an das innere des Milieu des Organismus assimiliert. Im Einzelnen heißt das: Erst werden sie aufgelöst, also ihrer ursprünglichen, dem Organismus fremden Eigenschaften ganz entblößt. Erst dann können sie der inneren Substanzordnung des Organismus eingefügt werden. Ist aber der Stoffwechsel geschwächt, und dadurch die Selbst-Ordnung des Organismus geschwächt, so behalten die physischen Substanzen, die wir mit der Nahrung aufnehmen, die Tendenz, ihr Eigenleben im Organismus zu entfalten, oder gewinnen sie gar wieder zurück, nachdem sie bereits an sehr wichtigen Stellen des Organismus eingebaut wurden. Das zeigt sich z.B.daran, dass sie kristallisieren, faulen, oder ranzig werden. Solche inneren Kristallisationen, Verfaulungen oder Ranzigkeiten können zu "Antigenen", das heißt zu Substanzen werden, gegen die sich das Immunsystem so verhält, als handele es sich um körperfremde Substanzen. Die häufigste Ursache für eine Schwächung des Stoffwechselsystems sind Kummer und Sorgen, denn diese verstärken die Tätigkeit des Nervensystems, dem größten Gegenspieler des Stoffwechsel-Systems. Weil unsere gegenwärtige Zivilisation das Nervensystem besonders stark beansprucht, nehmen derzeit die sogenannten Auto-Immun-Krankheiten ständig zu. Gemessen an dem eigentlichen Problem ist also die Gabe von Cortison und anderen immunsuppressiven Substanzen nur eine Oberflächen-Kosmetik, aber keine nachhaltige Therapie, denn die Kräfte, die der Organismus braucht, um die Substanzen, aus denen er besteht, seiner Lebens-Ordnung einzufügen, werden dabei nicht gestärkt. Statt dessen werden nur die Reaktionen unterdrückt, mit denen sich der Organismus gegen die "Entfremdung" der Substanzen wehrt, die er mit der Nahrung aufgenommen hat, aber nicht ausreichend in den Organismus integrieren kann. Die Selbstheilungskräfte des Organismus können zum Beispiel durch eine sehr vorsichtig dosierte Mistel-Therapie erfolgreich und nachhaltig gestärkt werden, weil die Mistel die Kräfte aufruft, die denen des Nervensystems entgegenstehen. Diese Therapie wirkt allerdings nur als Injektion. Die Kunst des Arztes besteht hier darin, die richtige Dosierung zu finden (siehe auch das Kapitel Durchführung der Misteltherapie) Andere Möglichkeiten in derselben Richtung liegen in der Gabe von Schwefel, Phosphor, Ameisensäure und bestimmten Metallen. ZURÜCK |
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