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Burn-Out-Syndrom und Erschöpfungsdepression Das sogenannte Burn-Out-Syndrom und die Erschöpfungsdepression betrifft vor allem Menschen in sozialen und künstlerischen Berufen, und dies nicht ohne Grund: In den sozialen und künstlerischen Berufen, die dem Einzelnen in besonderem Umfang abverlangen, sich mit vielen Menschen gleichzeitig zu beschäftigen, sind besonders die Persönlichkeiten rasch überfordert und entsprechend erschöpft, deren Organismus nicht die nötige Härte im Vergleich zum Seelisch-Geistigen mitbringt. Eine solche Erklärung muss auf dem Hintergrund dessen, was man heutzutage Allgemeinbildung nennt, zunächst auf Unverständnis, wenn nicht sogar Ablehnung stoßen. Woran liegt das? – Unsere heutige Allgemeinbildung ist fraglos fortgeschritten gegenüber früheren Menschheitsepochen bezüglich dessen, was man über den Menschen und die ihn umgebende Natur wissen kann, insoweit dies der Bürokratie und Technologie als Grundlage dient. Aber über das, was man über das Seelisch-Geistige im Menschen, und auch das, was man über das Lebendige in der Natur wissen kann, ist unsere heutige Allgemeinbildung höchst unvollkommen, wenn nicht sogar hinderlich: Die Neigung, alles und jedes, das man im Menschen und in der Natur vorfindet, auf mechanische Weise zu erklären, fördert zwar sehr die Fähigkeit, mechanische Probleme besser zu verstehen, und dadurch auch schneller zu lösen. Aber gleichzeitig damit behindert diese Art des Denkens die Fähigkeit, Lebewesen und die seelisch-geistigen Prozesse zu verstehen, die in diesen Lebewesen vorgehen, weil diese Art des Denkens die eigenartige Tendenz hat, Alleinherrschaft zu beanspruchen. Technisches Denken wird so zur Gesinnung, zur Technokratie, zur Herrschaft der Technik und Bürokratie über alles und jeden. Wenn zum Beispiel beim Sprechen über den Menschen und die ihn umgebende Natur von den „Mechanismen“ der Regeneration, des Wachstums und der Fortpflanzung die Rede ist, so fällt den meisten Menschen nichts weiter daran auf, weil es zum Charakter unserer Allgemeinbildung gehört, diese Phänomene des Lebendigen ganz selbstverständlich als ein Mechanisches aufzufassen. Es ist und bleibt aber eine Tatsache, dass man weder die Regeneration, noch das Wachstum, noch die Fortpflanzung von Lebewesen in dem selben Sinne erzeugen kann, wie man Maschinen aller Art aus Einzelteilen zusammensetzt. Für Lebewesen gilt statt dessen, dass wir deren Regeneration, Wachstum und Fortpflanzung zwar bürokratisch kontrollieren und technisch beeinflussen, aber niemals originär erzeugen können. Wenn wir des weiteren von „psychischen Mechanismen“, wie zum Beispiel vom Mechanismus der „Verdrängung“, oder „Kompensation“, oder von „Aggressions- und Selbsterhaltungs-Mechanismen“ und vielen ähnlichen Erscheinungen der Psychologie in der Art sprechen, dass wir mechanische Vergleiche und Bilder gebrauchen, so kommt uns das zunächst nur wie „Redensarten“ vor. In Wirklichkeit steckt aber viel mehr dahinter, nämlich die Unfähigkeit, das Seelische, - wie dies schon zuvor in Bezug auf das Lebendige gezeigt wurde -, in seiner besonderen Eigenart gegenüber der Welt des Mechanischen überhaupt zu erfassen. Hierzu ein elementares Beispiel: Wir fassen aufgrund unserer heutigen Allgemeinbildung alle Wärme als das Ergebnis der sogenannten „Brownschen Molekularbewegung“ auf. Dabei bemerken wir nicht, dass die Vorstellung, Wärme sei nichts Primäres für sich, sondern nur ein Sekundäres, Wärme sei nur das Ergebnis der Bewegung kleinster Teilchen, also nur eine Folgeerscheinung aus der Reibung und den Kollisionen von Atomen, dass diese Vorstellung eine rein mechanische ist, die der Eigenart des Wärme-Elementes nicht gerecht werden kann. In dem grundlegenden Werk „Die Geheimwissenschaft im Umriss“ (1910) weist Rudolf Steiner auf die Wärme als eine geistige Wesenheit hin, die sich auf den verschiedensten Feldern der Wirklichkeit immer auch verschieden offenbart: So kennen wir die „physische Wärme“, die „Seelenwärme“, aber auch die „Lebenswärme“, und sogar „geistige Wärme“, jede Art der Wärme aus einem fundamental anderen Wirklichkeitsbereich. Aber erst alle diese vier Offenbarungen zusammengenommen sind „die Wärme“ als eine geistige Wesenheit. Wie es nun aus der Sicht der spirituellen Forschung die Wärme als eine geistige Wesenheit gibt, so gibt es auch die übersinnliche „Aura“ des Menschen. Diese Aura sieht immer etwas anders aus, je nach der Beschaffenheit des lebendigen Organismus im Verhältnis zur geistig-seelischen Wesenheit des Menschen. Ist die geistig-seelische Wesenheit des Menschen besonders stark wirksam im Verhältnis zu dem, was man „das Leben“ des Organismus nennen kann, so wirkt sich dies auf die Aura des Menschen so aus, als sei der Organismus etwas zu hart. Dies hat zur Folge, dass die Aura etwas kleiner, kompakter ist, als es dem gesunden Durchschnitt entspricht. Menschen, deren Aura in diesem Sinne etwas zu kompakt ist, kommen gut zurecht, wenn sie von vielen anderen Menschen umgeben sind. Ja, im Gegenteil: Die Anwesenheit vieler Personen in der Umgebung solcher in dieser Art konstituierter Menschen bewirkt, dass ihre Aura von diesen Menschen nach außen gezogen wird, sich auflockert, ausdehnt, und so in die normale Mittellage zwischen „zu klein“ und „zu groß“ gebracht wird. Diese Situation ist daher für beide Seiten von Vorteil: Die Menschen mit „zu kleiner“ Aura werden gesundet, und die vielen Personen in der Umgebung solcher gesundeter Menschen fühlen sich gut bedient. Ist im Gegensatz dazu der Organismus besonders lebendig, und daher „weicher“ als der Durchschnitt, so gestaltet sich die Aura ausladender und zugleich dünner, das heißt: weniger kompakt. Dies kann dazu führen, dass solche Menschen recht gesund und aufgrund der großen Aura auch besonders kreativ sind, solange sie allein oder in privaten Kreisen arbeiten können. Wenn aber von derart konstituierten Menschen gefordert wird, sich mit vielen Personen gleichzeitig zu beschäftigen, wie dies in bestimmten sozialen und künstlerischen Berufen unumgänglich ist, sind sie rasch überfordert und entsprechend schnell erschöpft. Was also zunächst wie ein rein seelischer Effekt erscheint: die rasche, und oft auch lang anhaltende Erschöpfung im Beruf, das sogenannte Burn-Out-Syndrom, ist aus anthroposophischer Sicht körperlich bedingt, durch eine primär zu lockere, zu ausgedehnte Aura. Welche Folgen hat die
Abnormität der Aura, ihr "zu groß" oder "zu klein" Sein für die Gesundheit? Doch das "zu groß" Sein der Aura kann auch körperliche Folgen haben: Im Inneren des Organismus tritt eine zu starke "Verdünnung" des Geistig-Seelischen ein, das ja übermäßig nach außen gezogen wird, besonders beim Kontakt mit einer großen Anzahl von Menschen. Diese "Verdünnung" des Geistig-Seelischen im Inneren des Organismus hat dann ein Überwuchern des "Lebendigen" zur Folge. Deshalb neigen solche Personen zu niedrigem Blutdruck, mit entsprechender chronischer Müdigkeit, und oft auch zur abnormen Besiedlung mit Hefepilzen, und damit zur sogenannten Hefepilzkrankheit des Darmes oder der Scheide. In anderen Fällen neigen solche Menschen zu chronisch-rezidivierenden Harnwegsinfekten, oder zur Infektanfälligkeit mit chronisch-rezidivierenden Atemwegs- und Nebenhöhleninfekten, oder gar zur Lungen-Tuberkulose. Dies ist einer der Gründe, warum im 19. Jahrhundert so viele Europäer, die in zu engen Siedlungen lebten, an Tbc erkrankten, und warum besonders oft die Künstler von Tbc betroffen waren. Abgesehen davon, dass man
schon bei der Berufswahl auf diese Tatsachen achten, und entsprechend
veranlagten Personen davon abraten sollte, soziale oder künstlerische Berufe zu
ergreifen, die den ständigen Umgang mit vielen Menschen erfordern, ist hier,
wenn schon die Erkrankung eingesetzt hat, neben der nachträglichen
Berufsberatung eine medikamentöse Therapie mit anthroposophisch-homöopathischen
Mitteln hoch wirksam. Im Grunde genommen ist zwar nicht die seelische, aber die körperliche Situation derer, die eine "zu kleine" Aura haben, und dadurch besonders gut für den ständigen Umgang mit vielen Menschen geeignet sind, viel gefährlicher: Sie neigen zu Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch dies war nicht das Thema dieser Seite meiner Homepage. Vielleicht kann ich aber später einmal auch hierzu Tröstliches und Dienliches sagen. ZURÜCK |
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