Diagnosemöglichkeiten

bei Hautkrankheiten, chronischer Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Leaky-Gut-Syndrom, Prostata-Leiden

1. Der IgG-Test = "ImuPro" - Test

Der ImuPro-Test bietet die Möglichkeit, IgG-vermittelte Nahrungsmittelallergien vom "verzögerten Typ" (Typ III )festzustellen. Er ergänzt die in allen Praxen übliche Diagnostik der IgE-vermittelten Allergien vom "Sofort-Typ" (Typ I ) und schließt damit eine Lücke, die jahrzehntelang in der Erfassung der Allergien bestanden hat.

Die IgG-vermittelten Nahrungsmittelallergien vom Typ III nennt man die Allergien vom "verzögerten Typ", weil die allergische Reaktion erst viele Stunden nach dem Allergen-Kontakt eintritt. Allein deshalb schon ist es sehr viel schwerer, festzustellen, woher die Beschwerden kommen, als bei den IgE-vermittelten Allergien vom "Sofort-Typ". Außerdem werden mit dem ImuPro-Test speziell die Nahrungsmittel-Allergien erfasst, wohingegen der in allen Praxen übliche IgE-Test nahezu ausschließlich die Allergien der Haut und der Atemwege erfasst. Wenn Sie also von Ihrem Hausarzt gesagt bekommen, Sie hätten keine Allergien, dann ist diese Auskunft zumeist unzuverlässig, weil sie sich nur auf den IgE-Test bezieht. Wie so oft in der Medizin wird nämlich der ImuPro-Test von vielen Medizinern abgelehnt, weil er noch sehr neu ist und noch keine internationalen Standard-Werte vorliegen. Ich habe aber mit diesem Test bereits 10 Jahre Erfahrung und halte ihn für unverzichtbar.

Welche Reaktionen sind hinweisend auf Allergien vom "verzögerten Typ"?

Wir unterscheiden grundsätzlich die organ-spezifischen von den allgemeinen, also unspezifischen Reaktionen.

1. Organ-spezifische Reaktionen: Siehe auch Leaky-Gut-Syndrom

Wenn Sie häufig unter Blähungen, Völlegefühl und krampfartigen Leibschmerzen in Verbindung mit Verstopfung oder Durchfall leiden, dann bekommen sie gerne von Ihrem Hausarzt die Diagnose "Reizdarm" gestellt. In Wirklichkeit ist diese Auskunft aber völlig ungenügend, denn es könnte sich speziell um Nahrungsmittel-Allergien vom "verzögerten Typ" handeln, die man nur mit dem ImuPro-Test ausschließen kann. Differentialdiagnostisch kommen aber noch weitere Störungen wie chronisch-entzündliche Darmkrankheit, Zoeliakie, Laktose-, Fruktose- und Histamin-Intoleranz, Leberschwäche, Galle-Sekretionsstörungen (Cholezystopathie), und sogar die chronische Pankreatitis in Frage, die alle wie die Nahrungsmittel-Allergien das "Reizdarm-Syndrom" verursachen können, und daher alle ausgeschlossen werden müssen.

2. Unspezifische Reaktionen.

a) Chronische Müdigkeit.

Müdigkeit kann sofort oder verzögert nach dem Essen auftreten und ist dann besonders typisch für die Nahrungsmittel-Allergien vom "verzögerten Typ". Aber selbst dann, wenn sie scheinbar ganz ohne zeitlichen Zusammenhang mit den Malzeiten oder als Dauerzustand auftritt, kann sie durch Nahrungsmittel-Allergien vom "verzögerten Typ" verursacht sein. Und selbstverständlich müssen auch hier alle die schon genannten zusätzlichen Ursachen wie chronisch-entzündliche Darmkrankheit, Zoeliakie, Laktose-, Fruktose- und Histamin-Intoleranz, Leberschwäche, Galle-Sekretionsstörungen (Cholezystopathie), und sogar die chronische Pankreatitis ausgeschlossen werden.

b) Infektanfälligkeit.

Wenn Sie von einer Erkältung oder Sinusitis in die nächste kommen, und dabei nie richtig Fieber auftritt, dann ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Nahrungsmittel-Allergie vom "verzögerten Typ" die Ursache. Zwar muss man hier unbedingt eine humorale oder zelluläre Immunschwäche differentialdiagnostisch ausschließen. Aber die echte Immun-Schwäche ist nur ganz selten die Ursache für Infektanfälligkeit. Deshalb ist ja ihr Hausarzt so ratlos: Er untersucht Sie auf Immun-Schwäche, kann aber nichts finden, weil in Wirklichkeit sogar eine Hyper-Immunität, das heißt, ein durchgedrehtes, überaktives Immun-System vorliegt. Besonders für Asthmatiker, die zumeist gleichzeitig auch Allergien vom "Sofort-Typ" haben, ist diese Situation sehr unangenehm, wenn nicht sogar invalidisierend. Damit soll gesagt sein, dass die Nahrungsmittel-Allergien vom "verzögerten Typ" zwar bis zur Erwerbsunfähigkeit führen können, aber so gut wie nie lebensbedrohend sind.

c) Entzündliche Hauterkrankungen und Juckreiz.

Die Diagnose lautet hier zumeist "Neurodermitis". Doch speziell dann, wenn die Hautausschläge nicht nur an der oberen Körperhälfte, also im Gesicht, am Kopf, Hals, Dekolleté, oder an den Armen und Händen auftreten, wie dies für die Neurodermitis "klassisch" ist, sondern auch die Beine und den Unterleib betreffen, dann sollte unbedingt eine Nahrungsmittel-Allergie vom "verzögerten Typ" durch den ImuPro-Test ausgeschlossen werden.

Wir haben also eine Fülle von Anlässen, den ImuPro-Test auszuführen.

Wie wird der ImuPro-Test durchgeführt?

Es handelt sich um eine Blutuntersuchung. Fairer Weise wird zunächst ein ImuPro-Screening (mit 22 wichtigen Nahrungsmitteln) durchgeführt, um festzustellen, ob überhaupt eine Lebensmittelallergie in Frage kommt für Ihre Beschwerden. Dieses Screening kostet 38 Euro. Im Screening-Test werden drei Gruppen von Nahrungsmitteln stichprobenartig getestet. Wenn sich der verzögerte Allergie-Typ im Screening auf die beiden ersten Gruppen beschränkt erweist, empfehle ich den ImuPro-100-Test. Er kostet  180.- Euro und bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis. Nur in den besonderen Fällen, in denen die Screening-Reaktionen ausschließlich oder überwiegend die dritte Gruppe betreffen, ist der umfangreiche ImuPro300-Test sinnvoll, der eine Allergie für 269 festgelegte Nahrungsmittel, Farb- und Konservierungsstoffe bestimmen kann. Er kostet allerdings satte 455 Euro.

Weil der Test bisher nicht als "wissenschaftlich gesichert" gilt, wird die Zahlung nicht durch die Gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen, wohl aber durch die Privat-Kassen. Das Screening als Vorentscheidung kostet € 38,00. Beim ImuPro300-Test, der  € 455,00 kostet, werden die Kosten für das vorherige Screening angerechnet.

2. DiaPat-Test

Zur endgültigen Diagnose vieler Erkrankungen sind zumeist Untersuchungen notwendig, die mit schmerzhaften und teilweise riskanten Eingriffen in den Körper verbunden sind. Aus Angst vor Schmerzen und Risiken werden diese Untersuchungen leider allzu oft erst durchgeführt, wenn es schon zu spät ist. Deshalb ist zur Frühdiagnose vieler Harnwegs-Erkrankungen ein einfacher, schmerz- und risikoloser Test erwünscht. Und genau das ist z.B. der DiaPat-Test.

Beim DiaPat-Test  handelt es sich um einen Urin-Test. Hierbei werden verschiedene allgemeine und Harnwegs-Erkrankungen erfasst, und so kann schon frühzeitig der Weg zur Endoskopie mit Biopsie oder zu anderen weiterführenden diagnostischen Methoden gewiesen werden.

Der DiaPat-Test ist eine Früherkennungsmethode. Er kann aber die im Verdachts-Falle weiterführenden Untersuchungen nicht ersetzen!

Der DiaPat-Test ist geeignet zur Früherkennung der folgenden Erkrankungen:

  • Prostatakrebs
  • Blasenkrebs
  • Harnwegsfehlbildungen (auch bei Neugeborenen)
  • Diabetische Nephropathie (bei Diabetikern, schon Jahre im voraus)
  • Weitere Nierenerkrankungen
  • Nierenkrebs

Außerdem ist der DiaPat-Test speziell und hervorragend geeignet zur

  •  Verlaufs-Kontrolle nach Feststellung und Behandlung der obengenannten Krankheiten.
  • Früherkennung der GvHD (eine Komplikation bei der Leukämie-Behandlung)

 

 

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