HAARAUSFALL                                       ZURÜCK

Vorbemerkung:
In der Regel halten sich Ärzte für seriös, wenn sie behaupten, Haarausfall sei nicht heilbar. Solche Ärzte halten dann konsequenterweise die Heiler oder Ärzte, die behaupten, Haarausfall heilen zu können, für Quacksalber oder Blender. Dies ist aber eine grobe Verallgemeinerung, denn es kommt darauf an, die Phänomene des Haarausfalles differenziert zu diagnostizieren und zu therapieren.

Man unterscheidet 2 Formen des Haarverlustes:

1. Telogener Haarverlust.

2. Anagener Haarverlust.

Unter telogenem Haarverlust versteht man den echten Haarausfall, also den Haarverlust, der durch beschleunigtes Ausfallen der Haare zustande kommt.
Der anagene Haarverlust ist hingegen gar kein echter Haarausfall, sondern entsteht durch mangelhaftes Nachwachsen der Haare bei normaler Haarmauser.

In meiner Praxis hat sich herausgestellt, dass ich nur den telogenen Haarverlust, also nur den echten Haarausfall, das heißt, nur den Haarverlust heilen kann, der durch beschleunigtes Ausfallen der Haare zustande kommt. Den anagenen Haarverlust, der gar kein echter Haarausfall ist, sondern durch mangelhaftes Nachwachsen der Haare entsteht, kann ich dagegen nicht heilen.

Der sogenannte anagene Haarverlust ist der typische Haarverlust der Männer und führt ganz allmählich zur Glatzenbildung. Er ist zumeist erblich, scheint aber hormonabhängig zu sein, denn er wird fast nur bei Männern beobachtet. Er mag ästhetisch unerwünscht sein, hat aber keinen Krankheitswert.

Beim telogenen Haarverlust muss man im Unterschied hierzu immer von einem krankhaften Prozess sprechen, der aber glücklicherweise heilbar ist.

Beim telogenen Haarausfall gibt es 2 Formen:

1. Diffuser telogener Haarausfall = Diffuse telogene Alopezie (Alopecia diffusa)
2. Kreisrunder telogener Haarausfall = zirkumskripte Alopezie (Alopecia areata).

Beide Formen des telogenen Haarausfalles sind heilbar.

Die diffuse Alopezie betrifft vor allem Frauen ab dem 40. Lebensjahr, führt so gut wie nie zur Glatzenbildung, aber zumeist dazu, dass die Frauen sich genötigt sehen, ihre ursprünglich so wunderschönen, attraktiven Haare immer kürzer zu tragen. Auch wirken die Haare zunehmend "schlapper", das heißt, sie sind weniger lockig und haben die Tendenz, schlapp herunter zu hängen.
Von diesem Problem sind insbesondere Frauen betroffen, die Kinder geboren haben, und darin liegt auch die hauptsächliche Ursache: Erschöpfung des Hormon-Systemes, oft einhergehend mit allgemeinem Erschöpfungsgefühl oder sogar mit Depressionen. Da auch Eisenmangel am Zustandekommen dieses Zustandes beteiligt ist, können durchaus auch Frauen betroffen sein, die keine Kinder geboren haben. Bei der Behandlung in meiner Praxis sind intravenöse Injektionen homöopathischer Medikamente, wenn nötig auch eine Eisentherapie, anfangs 2 x, später 1x wöchentlich, für den Erfolg der Behandlung praktisch unverzichtbar. Dies lohnt sich aber, denn erstens sind die Haare oft schon nach einer Woche "kräftiger" (mir ist klar, dass viele dies nicht glauben werden) und sind auch oft schon nach 4 Wochen dichter und wachsen länger aus, weil sie auch dicker sind. Zweitens gehen die Erschöpfungs- und Depressionserscheinungen gleich mit weg. Dies kann kann aber bis zur endgültigen Stabilisierung 3 - 18 Monate benötigen.

Die zirkumskripte Alopezie (Alopecia areata) betrifft oft schon jüngere Frauen, seltener auch Männer, und beruht wahrscheinlich auf Auto-Immun-Prozessen, die oft nicht laborchemisch definierbar sind. Hier ist eine spezielle, das heißt, niedrig dosierte Injektion von Mistel-Präparaten (1x wöchentlich unter die Haut) erfolgreich.

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