Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Naturheilkunde, Spirituelle Psychologie, Psychoonkologie, Paarberatung, gewaltfreie Kommunikation, Kinesiologie

= Integrative Medizin 

Heinrich Brettschneider - Facharzt für Innere Krankheiten, Naturheilkunde

 

 

 

 

 

 

"Ich suche nicht nur nach den physischen Folgen, sondern auch nach den geistigen und seelischen Ursachen der Krankheiten. So weit muss ich ausholen, so viel Geduld muss ich haben, so viel mehr muss ich wahrnehmen, bis die Wege der Heilung greifbar werden. Dabei sind mir die Schriften und Vorträge Rudolf Steiners ein großes Vorbild, eigene Therapiemethoden jeweils neu zu entwickeln und einzusetzen".

Heinrich Brettschneider - 

Facharzt für Innere Krankheiten,

Anthroposophische Medizin, Naturheilkunde 


Dies ist eine anthroposophische Arztpraxis, deren äußere Form ein zukünftiges Ideal sein könnte, weil die Hinzunahme von Erika Lorenzova, die sich jahrelang mit Psychologie und gewaltfreier Kommunikation beschäftigt hat, zur Stärkung der Brücke zwischen dem Seelisch-Geistigen und dem Physischen im Menschen beiträgt. 

Was ist Anthroposophische Medizin?

Anthroposophische Medizin ist eine nach geistes-wissenschaftlichen Erkenntnissen Rudolf Steiners erweiterte Medizin, die die akademische Medizin und auch die Homöopathie Samuel Hahnemanns dadurch ergänzt, dass sie den Menschen nicht nur als eine physische, sondern auch als eine ätherische, seelische und geistige Wesenheit sehen kann, deren Heimat nicht nur die äußere Natur, sondern der physische, ätherische, seelische und geistige Kosmos ist.

 

                                

Erika Lorenzova:

Kinesiologie, Allergietestung und Arbeit mit Glaubenssätzen. 

 

Ausbildung (in Deutschland) für:

Spirituelle Psychologie, Psychoonkologie, psychologische Beratung, Paarberatung, Krisenintervention, gewaltfreie Kommunikation, Kinesiologie, Allergietestung und Allergie-Beratung.

Ihr persönliches Motto lautet:

"Meine Arbeitsweise in der spirituellen Psychologie besteht darin, dass ich über die begrifflich-sprachliche Kommunikation hinaus noch ein unmittelbar fühlendes Verstehen von Mensch zu Mensch entwickele. Mein Ziel ist es, dass der Ratsuchende seinen eigenen Weg durch eine intuitive Erkenntnis als individueller Mensch findet."

Was ist spirituelle Psychologie?  

Die therapeutische Zielsetzung der akademischen Psychologie hat Hans Bonneval in seinem Buch:"Wahrheit heilt!"  (2014, Seite 147) sehr treffend charakterisiert: "Ich bin überzeugt, dass Tausende und Abertausende von Eltern begeistert wären, wenn man ihre oft so schwierigen Kinder einfach impfen könnte, und sie zu superklugen Automaten würden. . . Aber dadurch würden diese Kinder . . . vom Weg des Menschen abgebracht."

 

Was aber ist der Weg des Menschen, den Bonneval hier anspricht? - Es kann dies nur der Weg zur Freiheit, zur spirituellen Selbstbefreiung  durch Einsicht in das Wesen der Seele sein! Das Suchen nach der Freiheit hat den Menschen schon unendliches Leid gekostet und wird ihn auch in der Zukunft noch durch sehr viel Leid hindurch führen. Aber was ist das Leben wert, wenn man es nicht selbst gestalten kann?

 

Der Weg zur Eigenverantwortung kann andererseits aber nicht nach dem Motto: "Let's be free & wild!" gefunden werden, das ich neulich auf einer Shampoo-Tube las. Wildnis und Freiheit schließen sich ebenso gegenseitig aus, wie eine automatenhafte Normenkonformität die Freiheit ausschließt, da beide nicht vom Herzen kommen. Die Instinkte der Wildnis legen uns zwar nicht nach moralischen Normen, aber nach Naturgesetzen, mithin also ebenso automatenhaft fest, wie nur irgendeine Norm.

 

Deshalb schrieb Rudolf Steiner in "Die Philosophie der Freiheit"(1894):

"Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen. Sie kennen kein anderes Sollen als dasjenige, mit dem sich ihr Wollen in intuitiven Einklang versetzt; wie sie in einem besonderen Falle wollen werden, das wird ihnen ihr Ideenvermögen sagen". 

 

Wichtig ist also, zu welchen Ideen (Intuitionen) uns die "Moralische Fantasie" bringt, die Rudolf Steiner in seiner "Philosophie der Freiheit" als die soziale Technik zur Realisation der geistigen Freiheit bezeichnet.

 

"Moral" ist für den Anthroposophen deshalb nicht irgend eine moralische Norm, sondern deren polarisches Gegenstück: Die Realisation der individuellen Intuition dessen, was in idealer Übereinstimmung mit dem Kosmos getan werden kann und an das Prinzip der Wahrheit gebunden ist, Der Inhalt der Wahrheit entspricht dem momentanen Bewusstsein, Und so wie das Bewusstsein einem ständigen Prozess unterworfen sein muss, so ist auch die Wahrheit ein ständig sich wandelndes Ergebnis dieses Prozesses. Den Inhalt eines Begriffes allgemeingültig definieren, also endgültig festlegen zu wollen, ist an sich schon wahrheitswidrig. Der Menschheitsfortschritt ist insofern ein schrittweises Offenbarwerden des Geistes im individuellen Menschen (Zitat aus dem Glaubensbekenntnis des empirischen Idealismus).

 

 

Aus anthroposophischer Perspektive leben wir derzeit im Zeitalter der Bewusstseinsseele. Es ist das Zeitalter auch der wissenschaftlichen Aufklärung, die im 16. Jahrhundert begonnen hat und noch lange Zeit in Anspruch nehmen wird. Am Ende dieser Epoche wird der Mensch einen viel weiteren Bewusstseins-Horizont entwickelt haben, als wir uns das heute vorstellen können.

 

Noch im letzten (20.) Jahrhundert wurden philosophische Aufsätze darüber veröffentlicht, ob es das Bewusstsein überhaupt gibt, weil sich herausstellte, das der Ausdruck "Bewusstsein" nur in etwa zehn Prozent aller Sprachen der Welt zur Verfügung steht. Das Bewusstsein und damit der Inhalt der Wahrheit ist also ebenso einer permanenten Evolution unterworfen, wie die gesamte Natur.

 

Dem Infragestellen der Existenz des Bewusstseins ist also schon die Absicht des Lügens immanent, denn man kann das Bewusstsein gar nicht verfehlen, wenn man nach seiner Existenz fragt, denn woher, außer aus dem Bewusstsein selbst,  könnte denn sonst noch die Frage nach der Existenz des Bewusstseins gestellt werden?  - Wer also das Bewusstsein verleugnet, der lügt etwa in derselben Art wie Petrus, als er Christus noch vor dem ersten Hahnenschrei des Tages verleugnete, an dem Christus gekreuzigt wurde. Und wer kein Bewusstsein hat, kann es auch nicht verleugnen, weil er ohne Bewusstsein nicht weiß, was er verleugnet. 

 

Die Entstehung des Selbstbewusstseins ist ein besonderer Schritt in der Menschheitsevolution, deren anthroposophische Auffassung in dem Buch "Die Geheimwissenschaft im Umriß" von Rudolf Steiner 1910 veröffentlich wurde. Dieser Schritt erfolgte am Ende der so genannten "Atlantis" und markiert aus anthroposophischer Sicht den Beginn der "nachatlantischen Epoche" , der zugleich der Beginn des menschlichen Karma ist.

 

 

Es gibt also die Bewusstseinsseele schon viel länger als ihre sprachliche Repräsentanz, da sich ihre  kulturelle Verwirklichung in evolutiven Schritten vollzieht. Deshalb steht das Wort "Bewusstsein" zum Beispiel im Deutschen erst seit dem 16. Jahrhundert nach Christi Geburt zur Verfügung.

 

 Unserem jetzigen Menschheitszeitalter, das anthroposophisch als die "Bewusstseinsseelenkultur" bezeichnet wird,  war das Zeitalter der Verstandesseelen-Kultur vorausgegangen: Das logische Denken, wie es von den antiken griechischen Philosophen zu seiner bisher größten Höhe entwickelt wurde, ist eine wesentliche Fähigkeit des Menschengeistes, die erst in diesem "antiken" Zeitraum ausgebildet wurde.

 

Aber gerade die Verstandesseele hat große Schwierigkeiten damit, dass die Welt sich im Bewusstsein des Einzelnen sehr verschieden spiegeln kann. Wenn zum Beispiel fünf Menschen miteinander streiten, weil jeder eine andere Meinung hat, dann liegt das nicht unbedingt an der Unvereinbarkeit der Meinungen, sondern an der Unfähigkeit der Gruppe, einzusehen, dass jede Meinung aus einer bestimmten Perspektive ihre Berechtigung hat und dass es nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Gemeinschafts-Erlebnis geht, das einerseits das Ideal verfolgt, dass jeder Teilnehmer die ganze Gemeinschaft im Blick hat, andererseits die Gemeinschaft sich aber angewöhnen muss, den Einzelnen seine Kräfte und Willensimpulse einbringen zu lassen. Dabei darf auf keinen Fall das Schicksal der Gemeinschaft für wichtiger erachtet werden, als das des Einzelnen:

 

"Heilsam ist nur, wenn

Im Spiegel der Menschenseele

Sich bildet die ganze Gemeinschaft;

Und in der Gemeinschaft

Lebet der Einzelseele Kraft."

(Rudolf Steiner: Motto der Sozialethik,GA 40).

 

Die Verstandesseele denkt linear im Sinne einer eindimensionalen Logik; aus A folgt B und aus B folgt C. Und aus dem Zwingenden dieser Logik bezieht sie ihren Anspruch, Recht zu haben. Dieses Verstandes-denken ist zum Beispiel nicht in der Lage, das Prinzip des Lebendigen zu erfassen, und schon gar nicht die reale Existenz der Individualität weil die Verstandesseele nur in mechanischen Kausalketten und nicht in integralen Zusammenhängen und komplexen Wechselwirkungen denkt, die sogar eine Integration verschiedener Zeiten, der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft erfordert, die wir schon in der Pflanzenwelt verwirklicht finden: Treten wir irgendeinem blühenden Pflanzenexemplar gegenüber, dann ist in der Wurzel die Vergangenheit, im Blatt  und in der Blüte die Gegenwart repräsentiert, denn in der Photosynthese der Blätter und in der Bestäubungsbiologie haben wir den aktuellen Lebensprozess der Pflanze. Der Same aber trägt schließlich alle Zukunftspotenzen in sich, nur eben noch in gehemmter Form. Erst wenn der Same in die Feuchtigkeit des Bodens aufgenommen wird und in dessen Feuchtigkeit zu quellen beginnt, werden die Bildekräfte, die ihn beim Keimen im engeren Sinne nur Wurzeln, dann aber auch Blätter und Sprosse hervorbringen lassen, wieder enthemmt. So trägt also, wie eigentlich jedermann weiß, der Same die ganze Zukunft der Pflanze in sich, aber zunächst nur in gehemmter Form.

Deshalb war Goethe, der erste wirkliche Kenner des Pflanzenwesens, so sehr dagegen, die Vorgänge bei der Bestäubung der Pflanzen als "Befruchtung" zu bezeichnen. Denn, anders als bei der Befruchtung der Tiere und des Menschen, bei denen ja ein Kontakt zur Erde gar nicht erforderlich ist, bis sich aus dem Keim die Geburt eines selbständiges Wesen entwickeln kann, ist genau dieses letztere, der Kontakt des Samens zur Außenwelt erforderlich, bevor ein Pflanzenkeim sich zu einem eigenständigen  Gewächs entwickeln kann.

 

Was hier an diesen Beispielen als "Bildekräfte" erkennbar wird, das suchte Goethe als ein "höheres Prinzip" in  der Welt der Lebewesen zu enthüllen. Dieses ist insofern ein "höheres Prinzip", als es den  phyikalischen und chemischen Prozessen des Organismus übergeordnet ist. So sind zwar einerseits die phyikalischen und chemischen Prozesse über den ganzen Kosmos hinweg wirksam, aber diese Wirksamkeit endet dort, wo der artspezifische Organismus seine Außengrenzen hat (Näheres hierzu siehe : Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung, Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe Bd. 2, S. 86 ff). Für den wissenschaftlichen Laien lässt sich der Unterschied lebender Organismen und unbelebter mineralischer Substanz am Artbegriff festmachen: Alle Individuen einer Art können miteinander gekreuzt werden, sodass aus dieser Kreuzung lebende Nachfahren hervorgehen. Wo dies nicht der Fall ist, liegt jeweils die Artgrenze)

 

Da Goethe dieses "höhere Prinzip" des Lebens zunächst nur in der Pflanzen- und der Tierwelt darstellen konnte, benannte er dieses als  die "Urpflanze" bzw. das "Urtier". Da aber der Mensch ebenfalls alle drei Zeiten, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in seinem Organismus integriert, gelangte Rudolf Steiner, im Anschluss an den großen Arzt und Mystiker Parazelsus, von diesem "höheren Prinzip" als dem "Bildekräfte-" oder auch "Ätherleib" des Menschen, der Tiere und der Pflanzen  zu sprechen, der alle kreativen Kräfte der lebendigen Naturwesen zu artspezischen "Organismen" integriert. Dieser "Äther- oder "Bildekräfteleib" aller Lebewesen ist nicht sinnlich wahrnehmbar, sondern nur dem denkenden Menschen an seinen Wirkungen evident. Der "Äther- oder "Bildekräfteleib" der Lebewesen ist zugleich auch die Grundlage dessen, was als Heilung der Krankheiten beobachtet wird. Die Anerkennung und Berücksictigung der Wirklichkeit des "Äther- oder "Bildekräfteleibes" ist also zugleich der Unterschied zwischen der Anthroposophischen Medizin und der akademischen Medizin, die man auch verkürrzt als "Schulmedizin" bezeichnet, als ob es irgend einen vernünftigen Grund gäbe, nur diese letztere Art von Medizin zu lehren.

 

Noch viel deutlicher wird dieser Erkenntnisfortschritt, wenn man das "höhere Prinzip" des "ICH" in der Seele des Menschen betrachtet. In der Seele des Menschen, die insofern zentrierter ist als das bloße "Seelische" der Tiere ist, wird  die Seele zum Bewahrer der Vergangenheit im Gedächtnis, zum Träger der Geistesgegenwart im Selbstbewusstsein, und der Projektor der Zukunft als das, was uns Streben und Hoffen lässt, aber uns auch lehrt, vorsichtig zu sein, also ganz sicher gegenwärtig und real wirksam ist!

 

Das war nicht immer so. Der Mensch hat sich auf dem Wege einer dramatischen und ereignisreichen Evolution erst schrittweise zu dem Wesen entwickelt, das er heute ist. Noch vor dem Erreichen der Verstandesseelen-Kultur gelang es aber der Menschheit schon, sich die Herrschaft über das Gedächtnis zu erringen, also die Vergangenheit in das Bewusstsein zu integrieren. Bis dahin wurde jedes vergangene Erlebnis durch die nachfolgenden "zugedeckt", so dass man damals "Denkmale" brauchte, um sich an die historischen Ereignisse zu erinnern, was eigentlich heute überflüssig, wenn nicht sogar hinderlich ist. Alle diese Schritte in der Menschheitsentwicklung sind die vergangenen Stufen einer in der Zukunft immer noch größer werdenden geistigen Befreiung des Menschen.

 

Man betrachte hierzu historische Beispiele für die Erkämpfung der Willensfreiheit durch den Menschen:

J.S. Bach stammte aus einer hoch musikalischen Familie und lernte das musikalische Handwerk, indem er heimlich des nachts die Kompositionen seiner Vorläufer abschrieb. Nicht etwa deshalb, sondern trotz seiner großen Kopierlust wurde Bach durch seine "moralische Fantasie" dazu inspiriert, das "wohltemperierte Klavier" zu schreiben. Dadurch eröffnete sich der Menschheit eine nie zuvor dagewesene Art des Musizierens, die Musik unserer Klassiker, die in Wirklichkeit eine beispielhafte Musik gigantischer "Individualisten" ist, wenn man dabei an Beethoven, Schubert oder Wagner denkt.

 

Nikolaus Kopernikus, ein Beispiel für Individualismus in der Naturwissenschaft, war Astronom. Seine "moralische Fantasie" führte ihn zur Erschaffung des "Kopernikanischen Weltbildes", das das Weltbild der Antike radikal erweiterte. Dadurch wurde die Menschheit nicht etwa gekränkt, wie oft behauptet, sondern von der Enge unserer Erde in die Weiten des Kosmos geführt. 

Aber auch das Leben auf der Erde änderte sich radikal durch den ganz legalen Individualismus solcher freien Denker wie Kopernikus, Kepler und Galilei: 

Die "moralische Fantasie" des Christopher Columbus ließ ihn den amerikanischen Kontinent ganz im Westen der Erde entdecken, obwohl er nach dem fernen Osten, nach Indien, wollte. Die geistige Freiheit des Menschen ist also historisch gesehen viel realer, kreativer, revolutionärer und bedeutender, als dies beim ersten Abwägen des Begriffes der "Geistigen Freiheit" scheint. 

 

Und die Beispiele zeigen, dass es dabei nicht allein um die physikalischen und chemischen Prozesse des Körpers, auch nicht allein um die so genannte Wahlfreiheit, sondern insbesondere um die Willensfreiheit geht.

 

Was ist das: Willensfreiheit?  Bei der Willensfreiheit handelt es sich nicht darum, irgend etwas absurdes zu wollen, sondern darum, dass man aus eigenem Willen und Vermögen eine  welt- und lebensgemäße Idee verwirklicht. Nicht einmal darauf kommt es an, dass man die geistige Freiheit immerzu bewusst erlebt. Das zeigt sich besonders drastisch am Beispiel der irrtümlichen Entdeckung Amerikas durch Columbus: Columbus kam sich mit Recht sehr "genial" vor, als er mit seinem Schiff nach Westen statt nach Osten aufbrach, weil er viel Geld zu sparen hoffte. Aber er überblickte die Tragweite seines Handelns keineswegs: Deshalb bezeichnete er die Ur-Einwohner Amerikas irrtümlich als "Indianer", denn er hoffte, Indien erreicht zu haben, indem er nicht die bis dahin übliche Route nach Osten, um Asien herum, sondern den Weg nach Westen, quer über den Atlantik, gewählt hatte. Heute ist der neue Kontinent, den er  dabei entdeckte, aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, obwohl er "unbewusst" entdeckt wurde. Man kann also als freier Mensch nicht nur seine eigene Meinung haben, sondern auch etwas ganz "Irrtümliches", das heisst ein ganz Unvorherbestimmtes tun, das dadurch, dass man sich dessen nicht bewusst ist, keineswegs mit Notwendigkeit weniger "genial" ist als ein "bewusstes" Handeln. Und was man nicht tun will, das unterlässt man oft genug aus einem selbstbewussten "Bauchgefühl", auch wenn man nicht immer alle Konsequenzen dieser Unterlassung überblickt.

 

 

Spirituelle Psychologie kann also nur eine Menschenkenntnis sein, die die Wahrheit, Liebe und Freiheit aller Menschen in den Mittelpunkt stellt. Spirituelle Psychologie meint deshalb mit "Freiheit"  nicht bloß die Freiheit des Vorstellens, sondern auch die Freiheit des Fühlens und Handelns und gewährt deshalb auch schon immer die Freiheit der Religion. (Weiteres dazu siehe den Menu-Kasten auf der Startseite: Was ist Spiritualität?).

 

Was ist gewaltfreie Kommunikation?

In der gewaltfreien Kommunikation lernen die Ratsuchenden sich selbst und ihre Gesprächspartner vorurteilslos darzustellen, das heisst: Sich selbst und andere unabhängig von den eigenen Urteilen, Zielen, Anti- und Sympathien, Werten, Glaubenssätzen und Gewohnheiten wahrzunehmen. Dadurch wird die Selbsterkenntnis vertieft, das Interesse am anderen Menschen erweitert und die zwischen-menschliche Begegnung von dem Zwang befreit, sich als Individualist rechtfertigen zu müssen.

 

Deshalb gilt es in der Waldorf-Pädagogik schon als "Gewalt", wenn man ein kleines Kind nur dazu zwingt, sein Tun zu rechtfertigen, denn in der geistigen Welt, aus der das KInd ja ursprünglich kommt, gibt es kein "Eigentum", sondern nur den Wunsch, Einsicht in den Weltenplan zu erlangen (Weiteres hierzu im Buch von Frank und Gundi Gaschler: Das Projekt Giraffen-Traum, Kösel Verlag 2007).