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ALLERGIEN

  

In der homöopathischen Notfall-Therapie der akuten allergischen Zustände sind die Eichenrinde, Apis, das Gift der Honigbiene, Antimon, ein Nicht-Metall, und Calcium carbonicum, die Substanz der Austern-Schale, die wichtigsten Heilmittel. Im Akutfall kann man sogar sehr effektiv die hoch dosierten, handelsüblichen Calcium-Brausetabletten im stündlichen Rhythmus einnehmen. Eine Vergiftungsgefahr mit Kalzium besteht nicht, da der Darm nur bei Kalzium-Mangel, d.h. nur bis zum Ausgleich des Mangels für Kalzium durchlässig ist. Es wirkt aber auch dann antiallergisch, wenn kein Mangel besteht, d.h. wenn es aus diesem Grund nicht aufgenommen wird, da schon der bloße Kontakt das Kalziums mit den Darmschleimhäuten die Selbstheilungskräfte aufruft.

 

Die Rinde der Eiche (Quercus cortex) als Gewebeschutz


Medizinischer Wirkstoff der Stieleiche (Quercus robur) ist die Eichenrinde. Bei der Eichenrinde (Quercus cortex) handelt es sich um die im Frühjahr geerntete und getrocknete Rinde von jungen Zweigen und Trieben der Eiche. Bei Weleda heißt dieses wunderbare Heilmittel Quercus Cortex.

Die Wirkung von Eichenrinde beruht vor allem auf den in ihr enthaltenen Gerbstoffen. Diese Stoffe wirken allgemein abdichtend, festigend und schützend auf Oberflächen des Körpers. Aus diesem Grund nützt die Rinde bei äußerer Anwendung sehr gut bei entzündlich-allergischen Hauterkrankungen (Neurodermitis, Ekzem).

Wird der Wirkstoff der Eiche innerlich eingesetzt, wirkt er nachweisbar bei entzündeten Schleimhäuten z.B. im Mund- , Rachen- und Bronchialbereich, also vor allem bei Asthma und Heuschnupfen. Die Extrakte helfen jedoch auch bei Schleimhautentzündungen im Genital- und Analbereich (Scheidenentzündung, Hämorrhoiden). Darüber hinaus sind die Extrakte der Eichenrinde innerlich bei allergischen Durchfällen wirksam.

 

In der Therapie der chronisch-allergischen Krankheiten wirken am häufigsten Calcium (die Substanz der Austernschale, die besonders die systemische Flüssigkeitsverteilung über alle Zellmembranen hinweg reguliert), Stibium (ein metallisch glänzendes, nadelförmiges Nichtmetall der Schwefel-Gruppe) und Formica rufa (das Gift der roten Waldameise) am universellsten und nachhaltigsten.

 

Am Auge (zB bei der allergischen Bindehautentzündung) ist das Waldbingelkraut, (Mercurialis perennis), ein europäisches Wolfsmilchgewächs, am wirksamsten, z.B als Mercurialis comp Augentr WALA.

 

1. Der Allergie-Begriff:

 

Allergien sind erworbene Reaktionen des Immunsystems auf Fremdsubstanzen. Das unterscheidet sie prinzipiell von den zumeist angeborenen  Überempfindlichkeits-Reaktionen. Daher stammt auch der Name der "All-Ergie", wobei die Silbe "All" von "Allos" aus dem Altgriechischen abstammt und soviel wie "Anders" bedeutet. Im Alltag begegnet uns diese Wortbedeutung etwa bei den Worten "Alias"= der andere, der falsche Name, das "Alter Ego"= das andere Ich, "Alternative"= der andere Weg, "Alteration" = die Veränderung usw.

 

Im Zusammenhang mit dem Wort "Allergie" bedeutet die Silbe "Al", dass die betreffende Person bei erneutem Kontakt mit einer Fremdsubstanz anders reagiert als ursprünglich. Die "allergische" Person ist also durch mehrfachen Kontakt mit einer Substanz gegen dieselbe "sensibilisiert".

 

Weil der Allergie-Begriff sich ausnahmslos auf erworbene Immun-Reaktionen bezieht, kann man die Allergien dadurch von den zumeist angeborenen Überempfindlichkeits - Reaktionen unterscheiden. In diesem Sinne sind zum Beispiel die Laktose- und die Fruktose-Intoleranz, wie auch die Alkohol-Intoleranz als nicht-immunologische Unverträglichkeiten zu deuten. Es gibt jedoch auch angeborene Immun - Reaktionen wie die Zöliakie (angeborene Gluten-Intoleranz) und die Blutgruppen-Unverträglichkeiten. Deshalb kann man zwar sagen, dass zum Begriff der Allergie die immunologische Reaktion gehört, muss aber hinzufügen dass auch ein Teil der angeborenen Unverträglichkeiten das Immun-System mit einbezieht. Deshalb begegnet man auf diesem Gebiet der Medizin immer wieder der Tatsache, dass Allergien nicht als solche, sondern als Unverträglichkeiten bezeichnet werden.

 

2. Praktische Allergie-Diagnostik:

 

Hier unterscheidet man hauptsächlich zwei funktionelle Systeme:

 

A. Das Immunglobulin-E-System (IgE-System).

Es umfasst ausschließlich die Allergie-Reaktionen vom "Sofort-Typ"

 

B. Das Immunglobulin-G-System (Imu Pro Test).

Es umfasst ausschließlich die Allergie-Reaktionen vom "verzögerten Typ"

 

3. Allergische Störungen und chronische Krankheiten

 

A: Krankheiten, die durch das Immunglobulin-E-System (IgE-Sytem) ausgelöst werden:

 

Das Immunglobulin-E-System (IgE-System) umfasst die allergischen Reaktionen, die durch spezifische IgE-Antikörper vermittelt werden. Die Art der Reaktion wird auch als Allergie-Reaktion vom "Sofort-Typ" (allergische Typ-I-Reaktion) bezeichnet, da sie nach erfolgter Sensibilisierung innerhalb von Sekunden oder Minuten durch einen Allergen-Kontakt in Gang kommt.

 

Die allergischen Reaktionen, die durch das Immunglobulin-E-System (IgE-System) vermittelt werden, verlaufen so stereotyp, dass sie für viele Laien - und leider auch viele Ärzte - als "der allergische Reaktionstyp" gelten, obwohl es, wie wir hier zeigen können, noch viele weitere allergische Reaktionsmöglichkeiten gibt.

 

Die große Einheitlichkeit der allergischen Reaktionen des Immunglobulin-E-Systems (IgE-Systems) beruht darauf, dass diese durch nur eine einzige "Transmittersubstanz", das Histamin, vermittelt werden. Im Wesentlichen besteht der histamin-vermittelte allergische Reaktionstyp aus vier Elementen:

 

A1: Die klassische "Nesselsucht" oder auch "urtikarielle" Reaktion (Urticaria):

 

Als sei man in die Brennnesseln gefallen, entsteht eine lokale Hautrötung mit Anschwellung (="Papel"), anfangs mit Brennschmerz, später mit Juckreiz und eventuell auch Bläschenbildung, die lokal begrenzt bleiben oder sich als rotfleckiger Hautausschlag über den ganzen Körper ausbreiten kann. Die Ähnlichkeit zur Hautreaktion auf Brennnesseln beruht darauf, dass Histamin auch in den Brennhaaren der Brennnessel enthalten ist und von diesen regelrecht in die Haut injiziert wird. Die Ausbreitung des Juckens und des Hautausschlages verläuft bei der klassischen "Nesselsucht" zumeist absteigend, betrifft also zuerst die kopfnahen und zuletzt die fußnahen Abschnitte des Körpers, und klingt zumeist spontan, d.h. auch ohne ärztliche Hilfe wieder ab.

 

A2: Allergische Reaktion der Augenbindehaut mit Rötung, Jucken und Tränenfluß.

 

Histamin kann eine Reizung der Augenbindehaut bewirken, die für den sog "Heuschnupfen" typisch ist

 

A2: Allergische Schwellung der Nasenschleimhäute mit Juckreiz, Niessen, Fließ- oder Stockschnupfen.

 

Histamin kann eine Schwellung der Nasenschleimhäute bewirken, die für den sog "Heuschnupfen" typisch ist

 

A1 und A2 werden deshalb auch als die allergische "Heuschnupfenreaktion" zusammengefasst.

 

A3: Allergische Atembeklemmung (asthmatische Allergie-Reaktion):

 

Histamin kann eine Verengung der Bronchien bewirken, die bis zur asthmatischen Atemnot führen kann

 

A4: Der Allergische Schock

 

Histamin kann durch generalisierte Blutgefäßerweiterung einen dramatischen Blutdruckabfall bis hin zum Kollaps und Kreislaufschock herbeiführen.

 

Die IgE-vermittelte allergische Reaktion vom "Sofort-Typ" (Typ-I-Reaktion) kann alle diese Elemente oder beliebige Ausschnitte dieses Spektrums beinhalten.

 

Akut-Therapie:

Calcium oral (zum Beispiel Calcium forte oder Fortissimo Brausetabletten), und intravenös, Antihistaminika oral und intravenös, Adrenalin intravenös, Cortison intravenös, in dieser Reihenfolge, individuell nach der Stärke der Reaktion, aber objektiv immer erst erforderlich bei Atemnot.

 

Die klassischen, chronisch-allergischen Krankheitsbilder des IgE-Systems sind: Heuschnupfen, allergische Sinusitis (Nebenhöhlen-Entzündung), Asthma, Neurodermitis

 

Wie für die akute Nesselsucht ist auch typisch für die klassische Neurodermitis, dass sie vor allem das Gesicht, und hier speziell die Augenregion und die obere Gesichtshälfte, den Hals, das Dekollete, die Arme, die Hände sowie die Armbeugen und Kniebeugen betrifft. Auch das allergische Asthma, die allergische Bindehautentzündung, die allergische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) und der Heuschnupfen betreffen ja vor allem den Kopf, den Hals und die Brust, wohingegen der Bauch, der Unterleib und die Beine zumeist verschont bleiben. Dementsprechend werden die allergischen Reaktionen vom Sofort-Typ vor allem durch Licht (sogenannte Photo-Dermatose) oder durch Substanzen ausgelöst, die in der Luft transportiert werden (z.B. Pollen, Tierhaare und Milbenexkremente). IgE-vermittelte Nahrungsmittel-Allergien sind dagegen selten.

 

Zur Arbeitsweise der klassischen Allergologie und deren Erkenntnisgrenzen:

Die Überschaubarkeit der soweit aufgeführten "klassischen" Akut-Reaktionen und chronisch-allergischen Krankheitsbilder veranlasst viele Allergologen zu der Annahme, dass Krankheiten, deren Symptome außerhalb dieses Spektrums liegen, keine allergischen Ursachen haben. Daraus ergibt sich oftmals eine sehr beschränkte Denk- und Arbeitsweise, die nur beim Vorliegen der soweit genannten Symptome danach sucht, welche Substanzen (Allergene) dieselben im Einzelfall auslösen. Doch leider erfasst diese Denk- und Arbeitsweise keineswegs den gesamten Formenkreis der allergischen Krankheiten. Dies wird erst möglich durch den Einbezug des IgG-Systems.

 

B: Störungen und Krankheiten, die durch das Immunglobulin-G-System (IgG-System) ausgelöst werden.

 

Die vom Immunglobulin-G-System (IgG-System) vermittelten allergischen Reaktionen werden, da sie erst nach Stunden oder Tagen einsetzen, als Allergien vom "verzögerten Typ" (Typ-II-Reaktionen) bezeichnet. Die Verzögerung der Reaktion kann Stunden, oder auch bis zu 3 Tage andauern. Das macht es der betroffenen Person schwer, den Zusammenhang der Reaktion mit einer bestimmten Fremdsubstanz, einem bestimmten "Allergen" durch Selbstbeobachtung zu erkennen. Besonders schwierig ist es, den Zusammenhang der Reaktion mit täglich oder mehrmals täglich verzehrten Nahrungsmitteln wie Brot, Nudeln, Milch, Hühnerei, Hefe und Nüsse durch Selbstbeobachtung festzustellen, und erfordert deshalb eine spezielle Labor-Diagnostik (ImuProTest). IgE-vermittelte Nahrungsmittel-Allergien sind dagegen selten. Deshalb erhalten Patienten, die bei Allergologen, Hautärzten und anderen "Spezialisten" untersucht und beraten werden, zumeist die Auskunft, sie hätten keine Nahrungsmittel-Allergien.

 

Weitere Unterschiede zu den IgE-vermittelten Allergien betreffen die räumliche Verteilung und das Spektrum der allergischen Symptome.

 

B1: Die räumliche Verteilung der IgG-vermittelten allergischen Dermatitis (Neurodermitis, chronisches oder auch endogenes Ekzem):

 

Die IgG-vermittelten allergischen Dermatitiden (Hautausschläge) betreffen im Unterschied zu den IgE-vermittelten allergischen Reaktionen typischerweise die Haut der unteren Körperhälfte, also der Beine, der Genitalregion, aber auch des Rückens und der Kopfhaut. Gerne sprechen die Dermatologen dann von "atypischer Neurodermitis", aber zumeist ohne dabei den Zusammenhang mit Nahrungsmittel-Allergien zu durchschauen.

 

Schon vor Jahrzehnten war mir aufgefallen, dass es atypische (irreguläre) Verlaufsformen der Neurodermitis gibt, die entweder alleinig, überwiegend oder wenigstens zusätzlich den Unterleib und die Beine betreffen. Lange Zeit hatte ich lediglich das dermatologische Denkmodell der Stauungs-Dermatitis zur Verfügung, die ein typischer Befund beim chronischen venös verursachten Blutstau in den Beinen ist. Nur intuitiv, und ohne Möglichkeit, mich auf ein Testverfahren zu stützen, hatte ich den Verdacht, dass auch Nahrungsmittel-Allergien bei solchen irregulären Verlausformen der Neurodermits zugrunde liegen könnten. Auch die Hautausschläge des Gesichtes sind Projektionen des ganzen Körpers. Bei den IgG-vermittelten Verlaufsformen der Neurodermitis ist daher sehr oft die untere Gesichtshäfte betroffen. Erst durch die Verfügbarkeit des IgG-Testes (ImuProTest) ist dies beweisbar geworden.

 

B2: Die bunte und viefältige Symptomatik der IgG-vermittelten allergischen Reaktionen.

 

An den Reaktions-Ketten des Organismus, die im Rahmen der IgG-vermittelten allergischen Reaktionen auftreten, ist nicht nur Histamin, sondern eine große Anzahl von zellulären, hormonalen, nervösen und  immunologischen Komponenten, wie z.B. die Interleukine beteiligt. Dies bedingt die überaus phänomenreiche, derzeit nur bruchstückhaft bekannte Symptomatik der allergischen Reaktionen des IgG-Systems. So erklärt sich auch die relativ starke Überheblichkeit der Ärzteschaft bei gleichzeitiger Ignoranz  gegenüber dem Symptomenspektrum der IgG-vermittelten Allergien.

 

Juckreiz ist bei den IgG-vermittelten allergischen Reaktionen keineswegs immer vorhanden, z.B. bei Neurodermitis durch Nahrungsmittel-Allergien vom IgG-Typ. Wenn, dann tritt er aber ebenfalls in der atypischen Weise an den Beinen und am Unterleib auf. Ansonsten verlaufen die Symptome der Nahrungsmittel-Allergien vom IgG-Typ ganz anders als die IgE-vermittelten Allergien: Nur die IgE-vermittelte Nahrungsmittel-Allergie, z.B. gegen Äpfel oder Nüsse gibt sich durch sofortiges Jucken oder Kratzen im Hals zu erkennen. Bei den Nahrungsmittel-Allergien vom IgG-Typ treten dagegen vielfältige und verzögerte Darmbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, Durchfälle, Nüchternschmerzen des Magens oder spastische Schmerzen im Darmbereich mit Durchfall oder Verstopfung auf (Leaky-Gut-Syndrom). Wahrscheinlich sind sie die häufigste Ursache dessen, was in der Schulmedizin als "spastischer Darm" oder "spastisches Colon" bezeichnet wird.

 

Medizinisch noch bedeutender sind jedoch die Allgemein-Symptome der IgG-vermittelten Allergien, da sie absolut irreführend sein können für Ärzte, die diesen Zusammenhang nicht kennen.

 

Im Folgenden werden daher Symptome allgemeiner und spezieller Art aufgelistet, die die Öffentlichkeit mit einem noch völlig neuen, unerforschten, sich noch entwickelnden, aber extrem wichtigen Wissensgebiet der Medizin bekannt machen sollen:

 

B2a: Allgemein-Symptome bei IgG-vermittelten Nahrungsmittel-Allergien:

 

1.Kurzfristige Nervosität, gefolgt von anhaltender Müdigkeit und Schwäche (Chronisches Müdigkeits-Syndrom).

2. Nüchtern-Schmerzen wie bei Zwölf-Fingerdarm-Geschwür.

3. Chronische Durchfälle mit oft zwanghaftem Stuhldrang aber vergleichsweise geringer Stuhlmenge.

4.Abnorme Hungergefühle mit entsprechender Gewichtszunahme.

5. Naschsucht und Unterzuckerungsgefühl

6. Übergewicht ohne erkennbare Ursache

7. Chronische Müdigkeit bis hin zur Depression

8. Infektanfälligkeit, insbesondere häufige oder ständige, dabei aber nur schwach fieberhafte Atemwegskatarrhe mit Verschleimung

 

B2b: Allergische Lokal-Symptome, deren Zusammenhang mit Allergien bisher in der Fachliteratur unbekannt ist.

 

a) Reizsymptome der Harnwege, die leicht mit Prostata-Beschwerden zu verwechseln sind, aber typischerweise durch das gleichzeitige Auftreten von Harndrang und durchfälligen Stuhlentleerungen gekennzeichnet sind. Eine Fehldeutung als reine Prostata-Beschwerden liegt hier sehr nahe, da der Harndrang schwer kontrollierbar ist und alle 2 Stunden, auch des nachts, auftritt.

 

b) Reizsymptome des Magens, die denen des Zwölffingerdarm-Geschwüres insofern gleichen, als auch hier Nüchtern-Schmerzen auftreten.

 

c) Schnarchen und die so genannte Obstruktive Schlaf-Apnoe.

 

Besonders der Zusammenhang von Gewichts-ZunahmeChronischer MüdigkeitInfektanfälligkeit und Schnarchen mit den IgG-vermittelten Nahrungsmittel-Allergien ist absolut sensationell, da es für diese Beschwerden bisher nur technisch extrem aufwendige und keine nachhaltig wirksame Therapie-Verfahren gibt!

 

C. Zur Arbeitsweise einer neuen Allergologie unter Verwendung eines IgG- Testsystems.

 

Alle soweit genannten Symptome hängen dadurch nachweislich mit den IgG-vermittelten Nahrungsmittel-Allergien zusammen, dass sie innerhalb von 3 Tagen verschwinden, wenn die auslösenden Nahrungsmittel vermieden werden, und zurückkehren, wenn die nachweislich Allergie-auslösenden Nahrungsmittel wieder verzehrt werden. Dies macht deutlich, warum hier eine völlig neue Arbeitsweise im Vergleich zur "klassischen" Allergologie erforderlich ist: Anstatt herauszuarbeiten, welche Allergene als Auslöser typischer, klassisch definierter Krankheitsbilder infrage kommen, kehrt sich hier die Reihenfolge der Arbeitsschritte um: Hat ein Patient unerklärliche, chronische Krankheitssymptome, so muss der IgG-Test durchgeführt und abgewartet werden, welche der Symptome bei konsequenter Nahrungsumstellung aufgrund der Testergebnisse verschwinden. Dies kann für den Betroffenen recht schmerzlich sein, da sich am häufigsten die glutenhaltigen Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer), Milch und Milchprodukte, Hühnerei, und Hefe als Allergene fürIgG-vermittelte Reaktionen erweisen.

 

Aber die Belohnung folgt auf dem Fuß: Schon 3 Tage nach Einhaltung der Allergen-Karenz (Karenz = Vermeidung der Allergene) beruhigt sich der Organismus und die allergisch verursachten Symptome verschwinden.

 

B3: Praktische Durchführung der Diagnostik des Immunglobulin-G-Systems (IgG-Systems):

 

Seit mehr als 10 Jahren verwende ich ausschließlich den ImuProTest der Firma CTL.

 

(Adresse: CTL & Ortholabor GmbH, Postfach 1340, Wilhelm-Geiler-Str 4, 26643 Westerstede)

 

Da mit besonderer Häufigkeit IgG-vermittelte Allergien gegen alltägliche Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Milch, Hühnerei, Hefe und Nüsse durch diesen Test aufgedeckt werden, fällt es den Patienten extrem schwer, die erforderliche Nahrungsumstellung durchzuführen. Hier kann ich nur raten, wenigstens für 1 Woche, besser aber für einen ganzen Monat, durch 1:1 Umsetzung des Testergebnisses, und damit durch 100%iges Weglassen der im Test nachgewiesenen Allergene einen Zustand der völligen Beruhigung des Organismus eintreten zu lassen.

 

Entgegen der Meinung, die das CTL-Labor in seinen Kommentaren an die Patienten weitergibt, besteht nach meiner 10jährigen Erfahrung nicht die Gefahr, dass sich das Allergie-Spektrum durch das Einhalten der Diät verschiebt. Deshalb ist auch die Rotations-Diät, die das CTL-Labor vorschlägt, nutzlos. Viel sinnvoller ist es, durch systematischen, kleinschrittigen und geduldigen Wiederaufbau der Diät genau herauszufinden, welche Allergene gesundheitsrelevant sind, und welche nicht. Denn es gibt auch "falsch-positive" Testergebnisse, d.h. Befunde, die eine Allergie vermuten lassen, wo keine ist. Erst mit dem Wiederaufbau der Diät erhält man ein wirklich realistisches Bild der Situation und leistet den eigenen Beitrag zu einem völlig neuen Gebiet der Medizin. Es ist nämlich durchaus möglich, dass das eine oder andere Testergebnis doch nicht symptom-relevant ist, und die Diät also im Einzelfall dem Patienten unnötigen Verzicht abverlangt.

 

Auch die sonstigen, vom CTL-Labor zusammen mit dem Testergebnis wohlmeinend an die Patienten herausgegebenen Ratschläge zur Diät-Gestaltung sind, soweit sie auf allgemeinen, und eben nicht Test-spezifischen Befunden beruhen, eher kontraproduktiv insofern, als sie die ohnehin schon schwierige 1:1 Umsetzung der individualspezifischen IgG-Analysen noch zusätzlich erschweren-

 

Die Kosten des Testverfahrens zur Diagnose von IgG-vermittelten Nahrungsmittel-Allergien.

 

Der ImuProTest von CTL wird in 4 Stufen angeboten:

 

Stufe 1: Der ImuPro 100 Test. Er kostet 180.- EUR, prüft 100 Nahrungsmittel und bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Stufe 2: Der ImuPro 200 Test. Er kostet 240.- EUR, prüft 200 Nahrungsmittel und kann sinnvoll sein, wenn der ImuPro 100 Test Hinweise ergeben hat, dass eine außerordentlich große Anzahl von Allergien besteht.

 

Stufe 3: Der ImuPro 300 Test. Er kostet 455.- EUR, prüft 300 Nahrungsmittel und kann sinnvoll sein, wenn abzusehen ist, dass selbst der ImuPro 200 Test noch nicht umfassend genug ist.

 

Alle höherwertigen Stufen des ImuPro Testes sind nachträglich noch einführbar, so dass eine einzige Blutabnahme genügt.

 

Bedauerlicherweise werden die Tests auf IgG-vermittelte Nahrungsmittel-Allergien nur von den privaten, nicht aber von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Aus Gründen, die aus der allgemeinen Arroganz der internationalen Wissenschaftler-Gemeinde, nicht jedoch aus der Sache resultieren, werden die Tests auf IgG-vermittelte Nahrungsmittel-Allergien in der Fachpresse zumeist negativ bewertet. Dabei zeigen die von mir angeführten Argumente, dass den Kritikern zumeist das Wissen fehlt, das man sich nur durch jahrelange praktische Erfahrung mit dem Testverfahren erwerben kann.

 

Differentialdiagnose:

 

Es genügt nicht, die Diagnose zu stellen, man muss auch die Differentialdiagnose abarbeiten, mit anderen Worten: Man muss auch sicher stellen, dass nicht ganz andere Ursachen zusätzlich im Spiel sind. Diese Notwendigkeit besteht sowohl in Bezug auf die unmittelbare, lokale Symptomatik im Bereich des Verdauungstraktes, als auch bezüglich der Fernsymptome.

 

1. Differentialdiagnose der Lokalsymptome bei Nahrungsmittel-Allergien:

 

a) Hier kommen in erster Linie die sogenannten Unverträglichkeiten in Betracht, die im Unterschied zu den erworbenen Allergien angeboren sind: Zöliakie, Laktose-Intoleranz, Fructose-Intoleranz.

 

b) Verdauungsinsuffizienzen, insbesondere die Fehlfunktionen der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse (siehe unter Pankreatitis).

 

c) Divertikulose und Divertikulitis. Sie können ganz ähnliche Symptome erzeugen, und sind doch gänzlich anders verursacht.

 

d) Die sogenannten Dysbakterien und Mykosen des Darmes: Diese fasse ich aber im Unterschied zu vielen Kollegen nicht als primäre Ursachen, sondern als Folge der Nahrungsmittel-Allergien auf (siehe unter Leaky-Gut-Syndrom).