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Auto-Immunkrankheiten

 

Aus anthroposophischer Sicht liegt den so genannten "Auto-Immun-Krankheiten" eine übermäßige Tätigkeit des Nerven-Sinnes-Systems zugrunde. Diese übermäßige Nerven-Sinnes-Tätigkeit muss also dadurch geheilt werden, dass die ärztlichen Maßnahmen das dazu entgegengesetzt wirkende System, das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System des Organismus anregen (näheres hierüber: Siehe Kapitel Dreigliederung des Organismus).

 

Die Anregung des Stoffwechselsystems kann z.B. durch die Injektion höher potenzierter Mistelsubstanz, aber auch durch Injektion von hoch potenzierter Ameisensäure und weiterer Mittel erreicht werden, die je nach dem individuellen Befund des Patienten zu ergänzen sind. Die Kunst liegt hier in der Dosierung und in der Kombination, und hat zu sehr verlässlichen Erfolgen bei der Schuppenflechte, juvenilen Arthritis, und vielen weiteren chronisch-entzündlichen Auto-Immun-Krankheiten geführt.

 

Die folgende Liste gibt die so genannten Auto-Immun-Krankheiten an, die sich als mit dieser Methode heilbar erwiesen haben:

 

Alopecia areata

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

CREST-Syndrom

Dermatomyositis

Diabetes Typ-I

Hashimoto-Thyreoiditis

Juvenile Idiopathische Arthritis

Misch-Kollagenosen

Morbus Basedow

Morbus Bechterew

Morbus Raynaud

Panarteriitis nodosa

Polymyositis

Psoriasis

Purpura Schoenlein-Henoch

Raynaud-Syndrom

Rheumatoide Arthritis

Sklerodermie und CREST-Syndrom

Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)

 

 

"Auto-Immun-Krankheiten" werden so benannt, weil sich bei diesen Krankheiten angeblich "Sich Selbst" angreift. Dieser Begriff ist aus anthroposophischer Sicht "Unsinn". Damit soll nicht gesagt sein, dass er "falsch" ist, aber er ist eben "Unsinn", weil er keinen "Sinn" stiftet. Mit anderen Worten: Er ergibt, für sich genommen, keinen Therapie-Ansatz, sondern nur die Feststellung, dass etwas schief läuft, weil das Immun-System überaktiv ist. Daraus wird sodann die Zielsetzung abgeleitet, das Immun-System lahm zu legen.

 

Die künstliche Lahmlegung des Immun-Systems kann trotzdem lebensrettend wirken, weil vielfach die richtige Diagnose viel zu spät gestellt wird und das Lahmlegen dann eben sehr viel rascher als das Heilen möglich ist.

 

Wir Ärzte haben also angesichts der immer häufiger werdenden Auto-Immun-Krankheiten eine doppelte Aufgabe:

 

1. Wir müssen schneller auf die richtige Diagnose kommen. Dies ist nur erreichbar, wenn jeder Arzt bei nahezu jedem Krankheits-Symptom, das länger als 2 Wochen besteht, differentialdiagnostisch an die Möglichkeit einer Auto-Immun-Krankheit denkt und diese durch entsprechende Untersuchungen ausschließt, auch wenn dadurch die Medizin wesentlich verteuert wird!

 

2. Wir müssen an der Entwicklung "sinnvoller" Therapien arbeiten. "Sinnvoll" sind aus anthroposophischer Sicht aber nur Therapien, die das Potential haben, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken!

 

Was also wäre statt der künstlichen Lahmlegung des Immun-Systems eine "sinnvolle" Therapie der sogenannten Auto-Immun-Krankheiten?

 

Aus anthroposophischer Sicht liegt die Ursache bei den sogenannten Auto-Immun-Krankheiten darin, dass die Kräfte des Organismus geschwächt sind, die den mineralischen Substanzen, aus denen er besteht, ihre physische Eigenart nehmen. Die physische Eigenart der mineralischen Substanzen des Organismus offenbart sich in ihrer Tendenz, Kristalle zu bilden. Wenn der Organismus physische Substanzen seiner Gestalt einfügt, kann er dies nur dadurch, dass er die physische Eigenart der mineralischen Substanzen überwindet. Diese Überwindung wird normalerweise durch die Stoffwechselkräfte des Organismus geleistet, die den natürlichen Substanzen nur dort erlauben, ihre physische Eigenart zu entfalten, wo Kristallisation erwünscht ist, z.B. im Knochen, in den Zähnen, aber auch in den Haaren, also überall dort, wo die Härtung der Substanzen notwendig für die Formung des Organismus ist. Durch die Kräfte des Stoffwechsels werden also die Substanzen, die wir mit der Nahrung zuführen, dem inneren Gestaltungssystem des Organismus unterworfen.

 

Im Einzelnen heißt das: Erst werden die Nahrungssubstanzen aufgelöst, also ihrer ursprünglichen, dem Organismus fremden Gestaltung ganz entblößt. Erst dann können sie der inneren Substanzordnung des Organismus eingefügt werden. Ist aber der Stoffwechsel geschwächt, und dadurch die Selbst-Ordnung des Organismus geschwächt, so behalten die physischen Substanzen, die wir mit der Nahrung aufnehmen, die Tendenz, ihre Eigenarten im Organismus zu entfalten. Vielfach können die Substanzen ihre Eigenarten sogar wieder zurückgewinnen, obwohl sie bereits der Gestalt des Organismus eingefügt worden waren. Das kann man so charakterisieren, dass man bei bestimmten Auto-Immunkrankheiten, z.B. beim Typ I Diabetes, aus anthroposophischer Sicht davon spricht, dass der Zucker "kristallisiert". Aber z.B. bei Gicht und Rheuma muss man davon sprechen, dass die Eiweiße "faulen". Oder man muss davon sprechen, dass die Fette bei den Auto-Immunkrankheiten der Blutgefäße, bei den so genannten Vaskulitiden, "ranzig" werden.

 

Solches inneres "Kristallisieren", "Verfaulen" oder "Ranzigwerden" lässt auf diese Weise die körpereigenen Substanzen zu "Antigenen" werden, das heißt: zu Substanzen werden, gegen die sich das Immunsystem verhält, als handele es sich um körperfremde Substanzen.

 

Die häufigste Ursache für eine Schwächung des Stoffwechselsystems sind Kummer und Sorgen, denn diese verstärken die Tätigkeit des Nervensystems, dem größten Gegenspieler des Stoffwechsel-Systems. Weil unsere gegenwärtige Zivilisation das Nervensystem besonders stark beansprucht, nehmen derzeit die sogenannten Auto-Immun-Krankheiten ständig zu.

 

Gemessen an dem eigentlichen Problem ist also die Gabe von Cortison und anderen immunsupressiven Substanzen nur eine Oberflächen-Kosmetik, und keine nachhaltige Therapie, denn die Kräfte, die der Organismus braucht, um die Substanzen, aus denen er besteht, seiner Lebens-Ordnung einzufügen, werden dabei nicht gestärkt. Statt dessen werden nur die Reaktionen unterdrückt, mit denen sich der Organismus gegen die "Entfremdung", die "Antigenität" der Substanzen wehrt, die er mit der Nahrung aufgenommen hat, aber nicht ausreichend in den Organismus integrieren kann.

 

Die Stoffwechselkräfte des Organismus können aber durch eine Mistel-Therapie nachhaltig gestärkt werden, weil die Mistel mit den Stoffwechsel-Kräften Prozesse aufruft, die den Kräften des Nervensystems entgegenwirken. Diese Therapie wirkt allerdings nur als Injektion. Die Kunst des Arztes besteht hier darin, die richtige Dosierung zu finden (siehe auch das Kapitel Durchführung der Misteltherapie)

 

Andere Möglichkeiten in der selben Richtung liegen in der Gabe von Schwefel, Phosphor, Ameisensäure und bestimmten Metallen, insbesondere Stannum (Zinn).

 

Die anthroposophische Therapie ist bei manchen Autoimmunkrankheiten deshalb schwierig, weil zwar primär ein Verhärtungsprozess zugrunde liegt, dieser sich aber dennoch sekundär als ein Aulösungsprozess offenbaren kann.

Besonders krass ist dies bei der Epidermolysis bullosa der Fall. Deshalb muss in diesen Fällen die im Prinzip ja auflösend wirkende Misteltherapie von einer zusätzlichen, verhärtend wirkenden Therapie kunstvoll aufgefangen werden.