Auto-Immunkrankheiten

Die Auto-Immunkrankheiten entstehen aus anthroposophischer Sicht durch eine Verschiebung des normalen Kräfteverhältnisses zwischen dem Nerven-Sinnes-System und dem Stoffwechsel-Gliedmaßen-System (siehe das Kapitel Dreigliederung des Organismus). Diese Verschiebung erfolgt zugunsten des Nerven-Sinnes-Systems aufgrund der Kopflastigkeit unserer gegenwärtigen Kulturepoche und schädigt vor allem das mittlere Glied des menschlichen Organismus, die rhythmische Organisation (siehe Kapitel Dreigliederung des Organismus). Dieses sind die Organe des Kreislaufes, der Atmung, aber auch die Darmmuskulatur und das Bindegewebe insgesamt.

(Die Epoche des so genannten Rationalismus begann im 16. Jahrhundert, wofür der Satz des Philosophen Descartes: "Ich denke, also bin ich!" das Leitmotiv formuliert. Diese Epoche ist aber längst noch nicht überwunden, sondern schreitet immer noch in der Richtung fort, dass uns Menschen immer mehr Gliedmaßentätigkeit durch Rechenmaschinen (Computer) abgenommen und die Rhythmen des Gesanges, der Atmung, der Sprache durch Maschinenrhythmen ersetzt werden).

 

 

Aus diesem Grunde haben die Auto-Immunkrankheiten nicht nur ungeheuer zugenommen, sondern werden immer noch weiter zunehmen. Aus anthroposophischer Sicht ist die subkutane Injektion der Substanz der europäischen weißbeerigen Mistel (Visum album L.) das probateste Mittel, diese Proportionsverschiebung rückgängig zu machen, was sich am Auftreten von Fieber zeigt. Dieses Rückgängig-Machen der Verkopfung des Menschen gelingt durch Mistel-Injektionen allerdings nicht generell, sondern nur beim einzelnen Patienten. Für eine allgemeine Wende innerhalb der Kulturentwicklung wäre die Waldorf-Pädagogik erforderlich, die aber, weil sie dem Zeitgeist zuwider ist, nur sehr begrenzt zur Verfügung steht (siehe Kapitel Waldorf-Pädagogik auf dieser Website, oder siehe auch 12. Vortrag des Vortragszyklus "Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes", Rudolf-Steiner Gesamtausgabe Nr 230).

 

Im Unterschied zur Mistel-Injektion bei Krebs (siehe das Kapitel Misteltherapie der Krebskrankheit) ist die Erzeugung von Fieber bei den nicht-karzinomatösen chronischen Auto-Immunkrankheiten nicht erwünscht.

 

Meine Erfahrungen mit der Misteltherapie bei nicht-krebsartigen chronischen Auto-Immun-Krankheiten lassen sich wie folgt

zusammenfassen:

 

Am besten ist der Erfolg, wenn man die Dosierung so wählt, dass sie

sich am untersten Rand der Wirksamkeit bewegt. Deshalb beginne ich die Therapie stets mit AbnobaViscum Pini D6. Dabei passiert es öfters, dass die Dosis unterhalb der Wirksamkeitsschwelle liegt. Das merkt man dann aber nach 3 oder 4 Injektionen in wöchentlichem Abstand und erhöht die Dosierung auf 0,02 mg. Der Injektions-Rhythmus von einmal wöchentlich wird dabei nicht verändert. Die Dosis behält man bei, solange der Patient damit Fortschritte macht. Anderenfalls erhöht man stufenweise auf 0,2, bzw auf 2mg.