PRIVATPRAXIS

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Colitis ulcerosa 


Die Colitis ulcerosa (zu Deutsch: Geschwürige Dickdarmentzündung) kann als chronisch-entzündliche, schubförmig verlaufende Krankheit alle Abschnitte des Darmsystems betreffen, ausnahmsweise sogar die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm. Typischerweise befällt sie aber gerade die bei Morbus Crohn ausgesparten Bezirke des Dickdarmes, also überwiegend das Colon ascendens (aufsteigender Dickdarm) und transversum (querliegender Dickdarm). Dort bleibt die schubförmig verlaufende, chronisch-entzündliche Krankheitsaktivität zumeist auf die oberflächlichen Schleimhautschichten beschränkt, dringt also typischerweise nicht bis in die Krypten vor, und hat die Tendenz, großflächig-auflösend fortzuschreiten. Deshalb treten auch keine Darmverschlüsse und Fistelbildungen auf. Statt dessen ist der klinische Verlauf durch sehr kräftezehrende Phasen mit schleimigen oder blutigen Durchfällen geprägt. Als akute Komplikation droht das so genannte "toxische Colon", ein akut lebensgefährlicher Zustand, bei dem die geschwürig-entzündliche, großflächige Auflösungstendenz des Darmes bis zur kompletten Darmlähmung und Perforation (Durchbruch des Darmes in die Bauchhöhle) führen kann. Im Gegensatz zum Morbus Crohn besteht ein langfristig erhöhtes Krebsrisiko, während die extraintestinalen Manifestationen in etwa denen bei Morbus Crohn entsprechen.

 

Therapie:

Grundsätzlich sollte nach den vorhandenen Leitlinien behandelt werden. Da aber der langfristige Verlauf trotz aller Fortschritte nicht vorhersagbar ist, sollten zusätzlich anthroposophische Maßnahmen berücksichtigt werden.

 

1. Anthroposophische Medikamente:

Da es sich um eine Auto-Immun-Krankheit handelt, kommt in erster Linie eine Misteltherapie in Betracht. Diese darf aber nicht primär hochdosiert, sondern muss primär potenziert begonnen werden (Siehe auch Durchführung der Misteltherapie).

 

2. Heileurythmie:

Wie bei allen Auto-Immun-Krankheiten ist der Einsatz der Heileurythmie auch bei CED essentiell.

 

3. Weitere Möglichkeiten:

 a) Äußerliche Salbenanwendungen auf die Bauchhaut.

b) orale anthroposophische Medikamente.

c)subcutane Injektion anthroposophischer Medikamente.

d) intravenös Injektion anthroposophischer Medikamente.


4. Ernährungsumstellung:

Am erfolgreichsten waren hier die Umstellung auf vegane Ernährung und die Vermeidung glutenhaltiger Getreide.