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Eisenmangel

Vor allem Frauen im Menstruationsalter, oft genug aber auch in der Nachwirkung noch viele Jahre danach, leiden besonders häufig unter Erschöpfungszuständen, Konzentrationsschwäche, depressiver Verstimmung, Schlafstörungen, diffusem Haarverlust, Nagelbrüchigkeit, Nackenverspannung, Schwindel und Unruhe (insbesondere unter Restless Legs Syndrom), die eine Folge des durch die regelmäßige Menstruation, und noch mehr durch verstärkte Monatsblutungen hervorgerufenen Eisenmangels IDS (Iron Deficiency Syndrome) sind. Aus anthroposophischer Sicht ist das Gehirn bloß  der Träger des Ich als eines erkennenden Wesens. Aber in vieler sonstiger Hinsicht ist das Blut der Träger des Ich, insbesondere des Ich als eines Willenswesens, und so sind es gerade die Störungen des Willenslebens, die beim Eisenmangel-Syndrom im Vordergrund stehen:

 

Die wichtigsten Symptome

 

des chronischen Eisenmangels IDS (Iron Deficiency Syndrome) sind, nach der Häufigkeit gegliedert (häufigste oben, seltenste unten):

 

1. Erschöpfungszustände 

2. Konzentrationsschwäche 

3. Depressive Verstimmung 

4. Nackenverspannungen

5. Kopfschmerzen

6. Schwindel

7. Schlafstörungen 

8. Unruhe (insbesondere Restless Legs Syndrom)

9. Diffuser Haarverlust 

10. Nagelbrüchigkeit

11. Mikrozytäre Anämie(Blutarmut)

 

Merke also: 

 

Ein nachweisbarer Hämoglobinmangel als Kriterium für eine Eisenmangel-Anämie (Blutarmut) muss bei chronischem Eisenmangel trotz der typischen, sehr unangenehmen Symptome gar nicht vorliegen!

 

Selbst ein recht schwerer Eisenmangel muss sich also keineswegs zu allererst in einer so genannten mikrozytären Eisenmangelanämie (zu kleine Blutkörperchen und Blutarmut, beides durch Eisenmangel) darstellen, sondern wird oft erst durch die Bestimmung des Serum-Gehaltes an Speichereisen (Ferritin) aufgedeckt, und dies auch nur, wenn der richtige untere Grenzwert zugrundegelgt wird.

 

Dies ist der Grund, warum Eisenmangel so oft unerkannt bleibt.

 

In einer multizentrischen Studie zu dieser Frage hatten sogar 88 % der Eisenmangel-Patientinnen keine Anämie (Blutarmut), obwohl der Ferritinwert bei fast der Hälfte aller Patientinnen unter 25 ng/ml lag und die oben genannten Symptome wie Erschöpfungszustände, Konzentrationsschwäche, Depressive Verstimmung, Schlafstörungen, diffuser Haarverlust, Nagelbrüchigkeit, Nackenverspannung, Schwindel und Unruhe (insbesondere Restless Legs Syndrom) zum Teil oder nahezu vollständig als IDS (Iron Deficiency Syndrome) vorlagen.

 

Eine Anämie (Blutarmut) kommt  dieser Studie zufolge bei Ferritinwerten unter 25 ng/ml zwar schon deutlich häufiger vor, doch selbst bei einem Ferritingehalt von 10 ng/ml lag der Hämoglobinwert (der Wert für den roten Blutfarbstoff im Blut) zumeist noch in der unteren Norm.

 

So wurde bei nur 12 % der Patientinnen mit Eisenmangel Syndrom (IDS) eine Anämie gefunden. Deshalb wurde auch durch die schulmäßig ausgebildeten Ärzte in nur 12% aller Patientinnen mit IDS (Iron Deficiency Syndrome) eine Indikation zur Eisensubstitution erkannt. Bei den Übrigen 88% wurde hingegen zumeist der Eisenmangel erst entdeckt, wenn der Wert für das Ferritin im Blut bestimmt wurde, weil eine Anämie selbst bei Ferritinwerten von nur 10 ng/ml  immer noch nicht manifest zu werden braucht. Andererseits können dieser Studie zufolge schon bei Ferritinwerten  unter 75 ng/ml, also schon weit oberhalb der heute üblicherweise festgelegten unteren Normgrenze von 30ng/ml Ferritin im Serum die oben genannten Symptome wie Erschöpfungszustände, Konzentrationsschwäche, Depressive Verstimmung, Schlafstörungen, diffuser Harverlust, Nagelbrüchigkeit, Nackenverspannung, Schwindel und Unruhe (insbesondere Restless Legs) nahezu vollständig als IDS (Iron Deficiency Syndrome) auftreten. Dieser Umstand bedingt leider, dass bei vielen Patientinnen, die unter dem IDS (Iron Deficiency Syndrome) zu leiden haben, keine angemessene Bekämpfung des Eisenmangels eingeleitet wird.

 

Dem Schweizer Arzt Dr med. Beat Schaub ist es in jahrzehntelanger Forschungsarbeit gelungen, neue Normwerte für Ferritin auszuarbeiten und auf ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in der intravenösen Eisentherapie (eigentlich Eisen-Substitution) zu überprüfen. Die von ihm begründete Swiss Iron Health Organisation SIHO stellt ein für Ärzte kostenloses Eisentherapie-Netzwerk zur Verfügung.

 

Will man also wissen, ob man Eisenmangel hat, braucht man die 5 folgenden Labor-Untersuchungen:

 

1. Hb = Hämoglobin

2. Ferritin (Speichereisen)

3. Transferrin

4. LTR (Löslicher Transferrin-Rezeptor)

5. CRP quant

 

Für die Berechnung des tatsächlichen Eisen-Defizites muss man als den 6.Messwert auch noch das Körpergewicht messen!

 

Unter dem Link:

 

https://www.coaching-for-health.net/hbanking/app/

oder: 

www.eisenmangel.org

oder:

www.eisenzentrum.org

 

erhält man eine exakte Berechnung des aktuellen Eisenbedarfes , wenn man das Muster, das ich im Folgenden wiedergebe, wie vorgeschrieben mit den  Labordaten und sonstigen individuellen Angaben ausfüllt:

 

 

DIE KOSTEN DER EISEN-SUBSTITUTION

 

In diesem Beispiel einer maximalen Eisensubstitution von 1500mg, die nach den Vorgaben der Swiss Iron Health Organisation SIHO (hier selbstverständlich ohne Namensangabe) ausgeführt wurde, ist die Dosis von insgesamt 15 Ampullen a 100mg Eisen-II-Oxyd in der untersten Zeile der grünen Kolumne links ersichtlich. Sie trägt die Bezeichnung AAA 1. Die mit AAA 1 bezeichnete Menge bezieht sich auf die Zahl der Ampullen, die je 100mg Eisen enthalten. Diese für die Behebung des aktuellen Eisenmangels erforderliche Menge kann in Infusionen a 200mg Eisen-II-Oxyd, plus einer Infusion a 100mg Eisen-II-Oxyd verabreicht werden. Dies ist die in der Praxis größte Gesamtmenge von 1500mg. Acht Infusionen benötigen 4 Wochen, wenn 2 x wöchentlich infundiert wird. Was ich hier empfehle, ist die zugleich angenehmste und billigste Methode der Eisensubstitution, die ich kenne.

 

 Bei gesetzlich Versicherten verlange ich nur 20.- € für jede Fermed Infusion, also in diesem typischen Beispiel einer maximalen Eisensubstitution nur insgesamt 160.- € an ärztlichem Honorar. Zählt man die Kosten von 225.- €  für 3 x 5 Amp FerMed 100mg/5ml (15 Ampullen dieses Präparates sind  90 € billiger als Venofer!) hinzu, und den Preis von 90.- € für 15 Ampullen a´10ml Marmor D6/ Stibium D6, die ich in der Regel zur Verdünnung der Fermed-Ampullen einsetze, so kostet eine maximale Eisensubstitution mit Fermed insgesamt 465.- €.

 

Eine nicht maximale Eisensubstitution ist entsprechend billiger. Hier wurde das Beispiel einer maximalen Eisensubstitution nur gewählt, um den zu erwartenden Maximalpreis dieser Art der Eisensubstitution zu ermitteln. Im Individualfall können die Kosten also stark davon abweichen, aber eben nur nach unten!

 

Schlägt man alternativ dazu den Weg ein, die maximale i.v. Eisensubstitution mit 3 Infusionen a 500mg (= 3 x 10ml Ferinject) durchzuführen, so reduzieren sich zwar die Arztkosten bei mir auf nur 105.- € (3 x 35.- €).  Doch die Kosten für die höher dosierten Ampullen steigen zugleich damit auf 570.- €, so dass das Ganze mit Ferinject und 5 Amp a 10ml Marmor D6/ Stibium D6 Weleda = 29.- €) auf 705.- € kommt.

 

Sie sparen also durch den Einsatz von Fermed gegenüber Ferinject etwa 275.- €!

 

Das von Dr med Beat Schaub dankenswerter Weise in die akademische Medizin eingeführte, sehr effektive Verfahren zur Bekämpfung des IDS (Iron Deficiency Syndrome) hat den folgenden Nachteil: Es weist nur den Weg bis zur Feststellung des aktuellen Eisen-Mangels und seiner Behebung durch Eisen-II-Infusionen, aber nicht darüber hinaus. Mit anderen Worten: Es bietet keine Therapie zur Behebung der Ursachen und zum Erhalt des erreichten Eisen-Gleichgewichtes. Deshalb wird in meiner Praxis nach Erreichen des erwünschten Ferritin-Wertes von 75 - 100ng/ml das erreichte Gleichgewicht zumindest durch Verordnung von 3 x täglich 1 Ferrum-Quarz Kapsel WELEDA zum Einnehmen aufrecht erhalten. Aber zum Beheben der Ursachen, die in den meisten Fällen in  einer Menstruationsstörung liegen, genügt das nicht. Da muss die notwendige Erhaltungs-Therapie durch entsprechende anthroposophisch-homöopathische Maßnahmen ergänzt werden.