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HEUSCHNUPFEN

(RHINITIS ALLERGICA, POLLINOSIS)

 

 

Hier geht die anthroposophische Medizin ganz eigene Wege. Sie fasst den Heuschnupfen als ein Problem auf, das dadurch entsteht, dass die Tätigkeit des Nerven-Sinnes-Systems in ein Missverhältnis zum Stoffwechsel-Gliedmaßen-System des Organismus gerät. Dies ist insgesamt ein konstitutionelles Merkmal der jetzigen Kulturepoche der Menschheit, die seit inzwischen etwa 500 Jahren vorzugsweise den Intellekt des Menschen entwickelt und dadurch das Fühlen und das Wollen als die beiden übrigen Seelentätigkeiten des Menschen vernachlässigt (siehe auch das Kapitel Dreigliederung des Menschen).

 

Der Vorreiter der jetzigen Kulturepoche ist das amerikanische Volk, deren jetziger Wohnort, der amerikanische Kontinent, überhaupt erst vor 500 Jahren durch seine "Entdeckung" (die eigentlich eine militärische Eroberung und kulturelle Europäisierung war) in die Weltgemeinschaft einbezogen wurde. Deshalb sind auch die Amerikaner bis heute am stärksten von allen Völkern mit dieser zwar unangenehmen, aber weitgehend harmlosen Krankheitstendenz behaftet sind.

 

Aber da mit der Europäisierung des amerikanischen Kontinentes zugleich auch die "Globalisierung" begann, breitet sich der Heuschnupfen weltweit aus, indem sich zugleich der nervös-intellektualistische Charakter der gegenwärtigen Weltkultur immer stärker bemerkbar macht.

 

Therapeutisch begegnet die Anthroposophische Medizin dem Heuschnupfen in drei Schritten:

 

1. Stärkung der Lebenskräfte und des Stoffwechsels:

Schon im Januar beginnend, orale Therapie mit Tartarus stibiatus D4, Austernschalenkalk D6, Silber D6, Bitterstoffen (z.B. Enzianwurzel) und Gerbstoffen (z.B. Eichenrinde).

 

Wenn dann trotzdem Heuschnupfen-Symptome auftreten:

 

2. Regulation des rhythmischen Systems:

Subkutane Injektionen von Tabak (Nicotiana Tabacum D6) oder Tabak-Asche (Cinis Tabaci D6) und Ameisengift (Formica D6)

 

Erst wenn dann immer noch Beschwerden bestehen:

 

3. Injektionen mit Gencydo Weleda, einem von Rudolf Steiner entwickelten Präparat aus Zitronensaft (Citrus Succus) und Quitten-Fruchtfleisch (Cydonia Fructus).

 

 

Hierzu gibt aber Rudolf Steiner zu bedenken:

Gencydo macht den Blutkreislauf des Organismus "geformter", so dass die Nasenschleimhäute weniger stark anschwellen. Das sei aber nur vertretbar, wenn sich der Patient zum Ausgleich dazu auch ein mehr an Bewegung abverlangt, das ihn zum Schwitzen bringt. Ich verstehe das so: Wenn man, wie es vielfach praktiziert wird, schon im Januar mit Gencydo beginnt, dann greift man nicht, wie oben dargestellt, primär am Stoffwechsel, sondern am Ende der Reaktionskette, am "Erfolgsorgan Nase" an. Dadurch vernachlässigt man aber die konstitutionelle Ursache, die konstitutionell bedingte Schwäche des Stoffwechsels. Man lindert also die Endsymptome des Patienten, hilft ihm aber nicht genügend "auf die Beine".

 

Aus der persönlichen Erfahrung wirkt ein Gencydo-Präparat der Weleda besonders nachhaltig: Chamomilla Radix D12/Citrus-Cydonia D6/Quarz D12 aa Ampullen. Gencydo ist hier nur in D6, also 1: 1000 000 verdünnt enthalten, wodurch der Injektionsschmerz wegfällt, den sonst die Gencydo-Präparate aufgrund ihrer geringen Verdünnung auslösen.

 

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